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Ehrenamt im Interview mit der Modedesignerin Johanna Perret

Ehrenamt im Interview mit der Modedesignerin Johanna Perret(1)

Ohne Ehrenamt geht es nicht!

Ob Hausaufgabenhilfe, Essensausgabe, Spenden sammeln, IT Beratung, Kassenprüfung – wer die ARCHE kennt, weiß dass vieles nur mit Hilfe von Ehrenamtlichen funktioniert. Die ARCHE finanziert sich zu nahezu 100% über Spenden. Hilfe von außen ist also unerlässlich.
 
An dieser Stelle interviewen wir Menschen, die die ARCHE mit Engagement und Herz unterstützen. Wir wollen wissen, warum sie sich – zum Teil schon über viele Jahre – für die Kinder und Jugendlichen der ARCHE einsetzen. Aktuell sind mehr als 80 freiwillige Helfer*innen mit unterschiedlichsten Aufgaben in den Hamburger ARCHEN unterwegs.
 
Heute sprechen wir mit der Modedesignerin Johanna Perret. Als Teil des Mode-Duos Perret Schaad wurde sie schon früh über Deutschlands Grenzen hinaus mit ihren wunderbar klaren Entwürfen bekannt. Heute arbeitet sie freiberuflich an verschiedenen Modeprojekten, hat sich auf Nachhaltigkeit spezialisiert und lehrt als Universitätsdozentin. In der Jenfelder ARCHE hat Johanna Perret pro bono verschiedene Workshops zum Thema Re- und Upcycling angeboten. Toll, dass sie uns Rede und Antwort steht – obwohl sie gerade zum dritten Mal Mutter geworden ist und alle Hände voll zu tun hat.
 
 
Johanna Perret 01
Die Modedesignerin Johanna Perret (Bild: Christoph Sagel)
 
 
Johanna Perret, wer oder was hat dich zur ARCHE gebracht?
 
Du und die ARCHE-Mitarbeiterin Sarah Tillmanns! Ihr habt mich 2018 erstmals für einen Workshop eingeladen.
 
 
Wie hast du dich dort engagiert? Welche Fähigkeiten konntest du gut einbringen?
 
Ich habe versucht, die Jugendlichen in Workshops an das Thema Nachhaltigkeit im Bezug auf die Modebranche (und in diesem Zuge auf unseren Kleiderkonsum) heranzuführen. Gemeinsam haben wir sehr praktisch und kreativ gearbeitet: bestehende Textilien verändert, angepasst, gefärbt oder zu etwas Neuen umgestaltet.
 
 
Was war leicht und was war schwierig bei dieser Arbeit?
 
Die Begeisterung, Leidenschaft und das Interesse der Jugendlichen haben es mir sehr leicht gemacht, mit ihnen in die Themen einzusteigen. Schwierig war es, den Prozess innerhalb eines Tages zu beenden und die Teile rechtzeitig fertigzustellen. Es ist mir sehr wichtig, dass jede/r am Ende ein zufriedenstellendes Ergebnis in den Händen hält.
 
 
Was hat dich motiviert?
 
Ich bin der festen Überzeugung, dass es heilsam und extrem bereichernd ist, im kreativen Prozess zu versinken. Es hat mich motiviert zu sehen, dass viele Teilnehmer*innen sich komplett auf diesen Prozess eingelassen haben und diese Erfahrung gemacht haben.
 
 
Was hat dich überrascht?
 
Wie unvoreingenommen und auf unterschiedliche Art und Weise die Jugendlichen sich den kreativen Herausforderungen gestellt haben.
 
 
Würdest du es wieder tun?
 
Unbedingt!
 
Das Gespräch führte Stefanie Schütte-Schneider, Freundeskreis der ARCHE Hamburg