Gemeinsam erleben, lachen und wachsen: Die Frühjahrscamps der ARCHE 2026
Urlaub bedeutet für viele Kinder und Familien der ARCHE weit mehr als eine Reise. Er bietet eine Auszeit von einem oft belastenden Alltag und eine Gelegenheit für neue Freundschaften. Aber auch eine Chance, über sich hinauszuwachsen. In den Märzferien 2026 hat die ARCHE Hamburg unterschiedliche Camps organisiert – von der Nordseeküste bis ins grüne Niedersachsen. Ob beim Lernen für den Schulabschluss, beim Toben in den Dünen oder beim Austausch in der Familie: Diese Tage waren geprägt von guter Gemeinschaft und Ermutigung.
Jenfelder Mädchencamp: „This Little Light of Mine…“
Eine unvergessliche Zeit im Cuxhavener Dünenhof erlebten 33 Mädchen aus Jenfeld in der ersten Märzferienwoche. Das Motto des Camps war „Licht“. Und tatsächlich: Bei strahlendem Sonnenschein verbrachte die Gruppe vier gemeinsame Tage, die im Zeichen von Gemeinschaft, Freude und Leichtigkeit standen. Die Teilnehmerinnen im Alter von 9 bis 13 Jahren genossen die Natur in vollen Zügen. Sie ließen Drachen steigen oder widmeten sich kreativen Bastelprojekten. Parallel zum Freizeitprogramm setzte sich die Gruppe intensiv mit dem Thema Licht auseinander. Dabei gingen die Mädchen der Frage nach, welches ganz persönliche Leuchten jede in sich trägt. Was bringt uns im Alltag zum Strahlen, und wie können wir selbst zu einem Licht für unsere Mitmenschen werden?
Höhepunkt des Ganzen war der Abschlussabend, an dem die Mädchen die Bühne für sich eroberten. Mit beeindruckenden Tanzauftritten, Gesangseinlagen und einem eigens entwickelten Theaterstück über drei Detektivinnen begeisterten sie das Publikum. Die Atmosphäre war geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und ermutigendem Beifall, mit dem sich die Kinder für ihre Talente und ihren Mut feierten. Fazit am Ende: Die gemeinsame Zeit hat die Mädchen nachhaltig zum Strahlen gebracht.

Billstedter Mädchencamp auf Sylt: Gemeinsam stark und neue Abenteuer
Elf Mädchen aus Billstedt durften Anfang März gemeinsam mit zwei Mitarbeiterinnen der ARCHE eine unvergessliche Ferienwoche auf Sylt genießen. Nach einer aufregenden Anreise standen die Teilnehmerinnen (Alter: von 9 bis 12 Jahren) gleich am Meer. Mit nassen Füßen spürten sie die erste Brandung. Neben Spiel und Spaß lag ein besonderer Fokus auf der persönlichen Stärkung. In kreativen Einheiten unter dem Motto „Wer bin ich?“ ersetzten die Mädchen negative Gedanken durch positive Affirmationen.
Das abwechslungsreiche Programm bot viele Highlights. Dazu zählte auch eine Radtour nach List mit anschließender Kutterfahrt. Besonders mutig zeigten sich die Mädchen im Wellenbad und bei einer Nachtwanderung unter dem beeindruckenden Sternenhimmel. Auch die Natur kam nicht zu kurz: Bei einer Wattführung lernten sie den Lebensraum Nordsee kennen und sammelten Muscheln. Nach einer „Talk Time“ über Vorbilder im eigenen Leben sowie einem Ausflug in die Eisdiele bildete ein festlicher Tanzabend den Abschluss. Am Freitag kehrte die Gruppe mit gestärktem Selbstbewusstsein zurück nach Hamburg.

Jungscamp der ARCHE Billstedt: Fokus auf Freundschaft
In der zweiten Märzwoche tauschten acht Jugendliche und drei Betreuer den Hamburger Asphalt gegen die Sylter Dünen. Die Reise in die Akademie am Meer in List begann mit einer gemeinsamen Bahnfahrt. Und sie schenkte den 13- bis 17-Jährigen viel Raum für Action und Tiefgang. Während in der Unterkunft leidenschaftliche Fußballmatches und Champions-League-Abende für Stimmung sorgten, boten tägliche Andachten Zeit für Reflexion. Intensiv setzten sich die Jungs mit den Werten von Freundschaft und Vertrauen auseinander.
Trotz des wechselhaften Wetters blieb die Gruppe aktiv. Neben Football am Strand und einer geführten Wattwanderung durch das Weltnaturerbe stand vor allem der Spaß im Vordergrund. Als ein Ausflug ausfiel, entschieden die Jugendlichen basisdemokratisch, ein zweites Mal das Erlebnisbad in Westerland zu besuchen. Ein besonderer Dank gilt dem Team der Unterkunft, das flexibel auf alle Bedürfnisse einging. So unterstützte es unter anderem die Jugendlichen beim Fasten im Ramadan unterstützte. Erschöpft, aber voller positiver Eindrücke kehrte die Gruppe zurück. Gestärkt durch Erlebnisse, die den Zusammenhalt und die persönliche Entwicklung nachhaltig fördern.

Das Familiencamp: Inspiration für die Eltern – Abenteuer für die Kinder
Auch ein kleines Dorf in Niedersachsen wurde in den Ferien zum Schauplatz einer besonderen Reise. Elf Familien aus sechs Nationen ließen den Alltagsstress und das Stadtleben hinter sich, um vier Tage lang intensiv Gemeinschaft zu erleben. Fernab von Haushalt und Verpflichtungen standen Spiel, Bewegung und kreative Gestaltung auf dem Programm. Während die Kinder mit den Mitarbeitenden der Arche die Natur erkundeten und bei einer Nachtwanderung über den Sternenhimmel staunten, hatten die Eltern Zeit und Raum für wertvollen Austausch. In getrennten Gesprächsrunden befassten sich die Mütter mit Fragen zu ihrer Identität. Die Väter sprachen beim Wandern über ihre Rollen und Kraftquellen.
Die tiefen Gespräche und die gegenseitige Inspiration wirkten so nachhaltig, dass die Erlebnisse bei vielen Familien noch lange im Alltag nachhallen. Auch für das Team der Arche war die Zeit kostbar. Durch die gemeinsamen Erlebnisse konnten die Mitarbeitenden die Beziehungen zu den Familien vertiefen. Und so eine noch stärkere Vertrauensbasis für die weitere Begleitung im Alltag schaffen.

LernCamp 2026 in Mözen: Prüfungsvorbereitung mit Teamgeist
In der ersten Märzferienwoche reisten 17 Jugendliche der ARCHE aus Jenfeld und Billstedt in das Jugendgästehaus Rothfos. Direkt am Mözener See gelegen, bot die Unterkunft den idealen Rahmen für eine intensive Prüfungsvorbereitung. In drei Lerngruppen vertieften die Teilnehmenden in insgesamt acht Einheiten à 150 Minuten ihr Wissen in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Fachlich wurden sie dabei begleitet von drei Lehrerinnen des Lernförder-Bereichs. Ergänzend dazu setzten sich die jungen Erwachsenen beim morgendlichen „StartUp“ mit Themen wie Zukunftsgestaltung und positivem Denken auseinander.
Neben der schulischen Förderung kam auch der soziale Aspekt nicht zu kurz: Abwechslungsreiche Workshops, Spieleabende und gemeinsame Reflexionsrunden ließen die Gruppe eng zusammenwachsen. Ein besonderes Highlight war der von den Jugendlichen selbst gestaltete „Bunte Abend“, der mit Challenges und einer Tanzparty den erfolgreichen Abschluss der Fahrt markierte. Die Motivation wirkte über das Camp hinaus: Zurück in Hamburg verabredeten sich die ersten Jugendlichen bereits zum weiteren Lernen im Jugendhaus „OASIS“. Sie wollten den Schwung aus Mözen direkt in den Alltag mitnehmen.
